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FCAS verhindern

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F-Was?

Bei dem Future Combat Air System handelt es sich um ein System, das sich aus mehreren Waffensystemen zusammensetzt. Mit dem FCAS sollen derzeitige und zukünftige Waffensysteme der jeweiligen Partnernationen, sowie untereinander und mit den Systemen der alliierten Staaten vernetzt werden, um etwa Informationen austauschen zu können. Im Zentrum des FCAS soll das Next Generation Weapon System (NGWS) mit einem Kampfflugzeug der sechsten Generation (Next Generation Fighter (NGF)), verschiedenen modularen Begleitdrohnen (Remote Carrier (RC)) sowie einer Datenwolke (Air Combat Cloud (ACC)) stehen.

Wer ist an der Entwicklung beteiligt?

Hauptauftragnehmer*innen sind das französische Rüstungsunternehmen Dassault, die deutsche Industrieseite vertritt Airbus und das Unternehmen Indra ist für die spanische Seite beteiligt. Zu den Unterauftragsnehmer*innen zählen das deutsch französische Joint-Venture EUMET aus den Unternehmen SAFRAN und MTU, die gemeinsam mit dem spanischen Unternehmen ITP Aero das Triebwerk des Jets bauen werden, auf der französischen Seite ist noch Thales dabei, wie auch deutsche und französische MBDA-Werke. Auf der deutschen Seite ist der Sensorverbund FCMS beteiligt, bestehend aus Hensoldt Sensors GmbH, Diehl Defence GmbH & Co. KG, ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH und Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG. Für Spanien ist neben Airbus SAU auch noch SATNUS involviert.

Gibt es die Kampfjets schon?

NEIN! Das Projekt befindet sich noch in der Entwicklungsphase. Mit dem Erstflug eines Demonstrators, sprich ein Prototyp des Kampfjets wird frühestens 2029 gerechnet. Es soll allerfrühestens 2040 in Dienst gestellt werden können und schon jetzt ist laut dem CEO des französischen Rüstungsunternehmens Dassault mit einer Verzögerung um zehn Jahren zu rechnen.

Was spricht gegen das Rüstungsprojekt?

  • Offensiv ausgerichtetes Luftkampfsystem für die Kriegstüchtigkeit gegen militärische Großmächte
  • Zumindest für die französische Luftwaffe soll der NGWS in der Lage sein, Atomwaffen tragen zu können
  • Enorme Kosten für die Entwicklung und den Betrieb
  • Ressourcenverschwendung, da es mit Tempest/Global Combat Air Programme zwei Großprojekte mit ähnlicher Ausrichtung mit Beteiligung europäischer Staaten gibt
  • Rolle des Menschen in bewaffneten Konflikten wird durch den enormen Einsatz von sogenannter künstlicher Intelligenz herausgefordert
  • Autonomie in Waffensystemen wird durch das Projekt forciert
  • Beteiligte Staaten könnten aus Eigeninteresse einem bedeutsamen Verbot und Regulierungen von autonomen Waffensystemen im Wege stehen

Ist FCAS noch zu stoppen?

JA! Weil sich das Projekt – trotz der vielen Jahre nach Bekanntgabe der Entwicklung – noch in den Anfängen befindet, sind die Pfadabhängigkeiten noch nicht so groß, dass ein Stopp noch realistisch ist. Dazu kommt die Unzufriedenheit über die Zusammenarbeit auf beiden Seiten des Rheins. Die industriellen Streitigkeiten über die Verteilung der Arbeitspakete und Nutzungsrechte hat seit Sommer 2021 zu einem weitestgehenden Stillstand bei dem Projekt geführt. Eine Verzögerung, mit der bereits jetzt der Zeitplan nicht mehr einzuhalten ist. Im Frühjahr 2026 berichteten Medien ausführlich über eine gescheiterte Mediation zwischen Dassault und Airbus – FCAS steht kurz vor dem Aus!

Wenn nicht FCAS, was dann?

Statt Billionen für ein Projekt wie FCAS auszugeben, braucht es in Zeiten großer geopolitischer Spannungen und gewaltsam eskalierender Konflikte Mäßigung statt Hochrüstung. Im Angesicht globaler Herausforderungen, wie die Klimakatastrophe, braucht es internationale Kooperation. Die wird nicht erreicht, in dem sich die Staaten für Kriege gegen die jeweils anderen Machtblöcke rüsten. Es braucht Alternativen zur Aufrüstung und eine neue Perspektive für Abrüstung und Rüstungskontrollvereinbarungen.

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